Religion und Philosophie in brahmanischer Orthodoxie Kumārilas Ślokavārttika, codanā-Kapitel

Aus IKGA
Version vom 11. März 2013, 15:38 Uhr von Aichinger (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Projektdaten

Kumārila (ca. 600–650), ein Vertreter der brahmanischen Tradition der Mīmāṃsā, die sich vor allem mit der Exegese des Veda und Ritualanalyse beschäftigt, ist neben seinem Hauptgegner Dharmakīrti (ca. 600–660) einer der einflussreichsten Philosophen und hat wie dieser die Philosophie in den folgenden Jahrhunderten aufs stärkste geprägt. In seinem Ślokavārttika behandelt Kumārila Fragen der Ontologie, Epistemologie, Sprachphilosophie, Ethik, Religion usw. In dem Werk nimmt der codanā-Abschnitt einen wichtigen Platz ein, denn er behandelt die Definition des dharma, des zentralen Begriffs dieser Tradition. In diesem Zusammenhang entwickelt Kumārila innovative Argumentationsmodelle zur Wahrheitstheorie von Erkenntnis und Sprache, zur Kritik der Allwissenheit, insbesondere der des Buddha, und zur Rechtfertigung des rituellen Tötens. Dr. Kei Kataoka hat kurz nach Projektbeginn mit 1.4.2005 eine Stelle als Associate Professor für indische Philosophie an der Universität Kyushu angetreten. Seine Arbeit am Projekt konnte jedoch in Japan fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Ikga3.png
Öster­reichi­sche Aka­demie der Wissen­schaften
Institut für Kultur- und Geistes­geschichte Asiens
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge