Religiöser Hintergrund und Philosophie der epistemologischen Schule des Buddhismus

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Seit Stcherbatskys Zeit hat sich die Erforschung der erkenntnistheoretischen Schule des Buddhismus im wesentlichen auf rein logische und epistemologische Aspekte beschränkt, als ob diese spätbuddhistische philosophische Richtung einer indischen Variante des Kantianismus oder der analytischen Philosophie entspräche. Wie aber bereits eine vorläufige genealogische Untersuchung zeigt, entwickelte diese Schule von Anfang an eine Methodologie, die nicht nur den Zweck hat, die Gegner des Buddhismus besser widerlegen zu können, sondern auch eine apologetische Rechtfertigung der buddhistischen Lehren anzubieten und die Möglichkeit des Heils nachzuweisen.

In dieser Studie wird zuerst auf die intellektuelle Genealogie der Schule bis zu Dharmakīrti (600–660?) eingegangen (idealistische Auffassung der "Logik", buddhistische vāda-Handbücher, Dignāgas Beitrag, usw.). Dann werden die geschichtlichen und institutionellen Faktoren besprochen, die an der Entwicklung dieser Schule beteiligt waren (Niedergang des Gupta-Reiches, Bekräftigung der orthodoxen Feindlichkeit gegenüber dem Buddhismus, Ende der "systematischen Periode" des Buddhismus, Entwicklung der klösterlichen "Universitäten", usw.). Abschließend werden die wichtigsten religionsphilosophischen Themen insbesondere bei Dharmakīrti thematisiert (Unwissen, Struktur des Pfades, Mitleid, yogische Erkenntnis, Beseitigung der Befleckungen, ontologischer und gnoseologischer Wendepunkt zur Buddhaschaft, Buddhologie, usw.).

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