Symposium

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Religionen in China

Datum: 2. - 5. September 2002
Ort: Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien, Sinologie, Hörsaal 1
AAKH Campus, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 2
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Organisation: IKGA
Kooperation: Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien, Sinologie

Thema

China, das Land mit der ältesten kontinuierlichen Hochkultur und mit ca. 1,3 Milliarden Einwohnern, heute der bevölkerungsreichste Staat auf unserem Planeten, hat in den vergangenen Jahrzehnten gigantische Veränderungen erfahren. Insbesondere hat sich die chinesische Wirtschaft gewaltig entwickelt und der Staat sich von einem Agrarstaat in einen modernen Industriestaat gewandelt. Über diesen Wandel haben die Medien in den letzten Jahren ausführlich berichtet. Weniger ausführlich war die Berichterstattung über die geistig-kulturelle Entwicklung in China, insbesondere über die Situation der Religionen im Reich der Mitte. Das Symposium hat die Aspekte der Entwicklung und der gegenwärtigen Situation der verschiedenen Religionen in China, der autochthonen wie der fremden, in den Mittelpunkt gestellt. Die einzelnen Referate werden teils in englischer, teils in deutscher Sprache gehalten.


Programm

Mo, 2. Sept Di, 3.Sept Mi, 4.Sept Do, 5.Sept
9:00 Grußworte und Eröffnung durch Prof. Dr. Otto Ladstätter, Prof. emeritus für Sinologie, Universität Wien 9:00 Max DEEG (Wien) "Writing Times and Space - Experiments to Create an Early Sino-Buddhist Historiography" 9:00 WANG Jianping (Peking) "Unity in Diversity: Islamic Revival Movement in China Today" 9:00 Irene EBER (Jerusalem) "Chinese Jews and Jews in China, Kaifeng - Shanghai"
9:30 ZHUO Xinping (Peking) "Religionspolitik und Religionsverständnis in China" 11:00 Erik ZÜRCHER (Leiden) "Sin and Penance in Late Ming Christianity" 11:00 Dru GLADNEY (Hawaii) "Islam in China: Accommodation or Separation?" 11:00 Plenumsdiskussion
14:00 CHIAO Wei (Trier) "Daoismus in China" 15:00 Roman MALEK (St. Augustin) "Das Christentum und seine Erscheinungsformen im heutigen China"

Vortragende

CHIAO WEI (Trier) Professor emeritus für Sinologie an der Universität Trier, geb. 1926 in China. Dr. phil. Universität Wien - Philosophie, Ethnologie und Allgemeine Sprachwissenschaft. Von 1971 bis 1982 Professor an der Universität Bonn, ab 1984 bis zu seiner Emeritierung an der Unversität Trier. Hauptarbeitsgebiete: Sprachwissenschaft, besonders Lexikographie und Neologismenbildung, chinesische Philosophie, Chan-Buddhismus und Daoismus.

MAX DEEG (Wien) Seit Februar 2002 Professor am Institut für Systematische Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, geb. 1958. Dr. phil. Universität Würzburg - Indologie. Langjährige Japanaufenthalte, Studien zur asiatischen Religionsgeschichte. Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Asiatische Religionsgeschichte, des elektronischen Netzwerks "Dharmaraksa" für die Erforschung sino-buddhistischer Texte sowie der Arbeitsgruppe Buddhist Electronic Sanskrit Texts. Die altindische Etymologie nach dem Verständnis Yaska's und seiner Vorgänger (J. H. Röll, 1995).

IRENE EBER (Jerusalem) Louis Frieberg Professor of East Asian Studies (emeritus) am Department of East Asian Studies, The Hebrew University of Jerusalem und Senior Fellow des Truman Research Institute. Zahlreiche Publikationen zu religionswissenschaftlichen, insbesondere judaistischen sowie auch literarischen Studien Chinas, darunter Chinese and Jews - Cultural Encounters (Bialik Institute, erscheint 2002), The Bible in Modern China: The Literary and Intellectual Impact, gem. mit Malek, R. et al. (Steyler Verlag, 1999) sowie The Jewish Bishop and the Chinese Bible, S.I.J. Schereschewsky, 1831-1906 (Brill, 1999).

DRU C. GLADNEY (Manoa, Hawaii) Professor für Asienforschung und Anthropologie an der University of Hawai'i at Manoa sowie Prof. h.c. an der Central Nationalities University, Peking (seit 1995) und Shanghai University (seit 1999). Seine wichtigsten Monographien: Muslim Chinese: Ethnic Nationalism in the People's Republic (Harvard University Press, 1996), Ethnic Identity in China: The Making of a Muslim Minority Nationality (Harcourt Brace, 1998), und Dislocating China: Muslims, Minorities, and Other Sub-Altern Subjects (C. Hurst, erscheint 2002).

ROMAN MALEK SVD (St. Augustin / Bonn) Professor für Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Augustin, geb. 1951 in Bytów, Polen. Steyler Missionar, Sinologe, Chefredakteur der sinologischen Zeitschrift "Monumenta Serica - Journal of Oriental Studies" und Herausgeber der "Monumenta Serica Monograph Series" sowie Chefredakteur der Zweimonatsschrift "China Heute". Zahlreiche Publikationen über Religion und Christentum im chinesischen Raum, darunter: Das Tao des Himmels. Die religiöse Tradition Chinas (Herder, 1996).

WANG JIANPING (Peking) Professor für Islamistik am Institut zur Erforschung der Weltreligionen der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), geb. 1953 in Shanghai, China. Dr. phil. Universität Lund, Schweden - Religionsgeschichte. 1993 und 1998 Guest Research Fellow an der Hebrew University of Jerusalem. Vielfältige Publikationen zum Thema Islam in Asien z.B.: A Glossary of Chinese Islamic Terms (Curzon, 2002).

ZHUO XINPING (Peking) Seit 1998 Direktor des Instituts zur Erforschung der Weltreligionen, CASS und Dekan der Fakultät für Religionswissenschaft am Institut für Aspiranten, ebenda, geb. 1955 in Hunan, China. Studium der Christlichen Weltanschauung und Religionsphilosophie und der Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München: Dr. phil. 1987. Publikationen u.a.: Theorien über Religion im heutigen China und ihre Bezugnahme zu Religionstheorien des Westens (Peter Lang Verlag, 1988).

ERIK ZÜRCHER (Leiden) Professor emeritus für Ostasien-Geschichte an der Universität Leiden, von 1974-1990 Direktor des Instituts für Sinologie ebenda, geb. 1928. Studien zur frühen Aufnahme außerkultureller komplexer Denkmodelle im vormodernen China, insbesondere zum Buddhismus, Ming-Christentum und zur chinesischen Rezeption der Jesuiten-Mission im 17. Jh. Publikationen u. a.: The Buddhist Conquest of China (Brill, 1972), Norms and the State in China, Mithrsg. (Brill, 1993), Time and Space in Chinese Culture, Mithrsg. (Brill, 1995).

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