Vortrag

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Jörg Quenzer

Die Präsenz des Imaginären
Anmerkungen zum japanischen Mittelalter

Datum: Mi., 16. Mai 2010, 18:00—19:30
Ort: Zentrum für Asienwissenschaften
Apostelgasse 23, 1030 Wien
Lageplan
Organisation: IKGA

Thema

Mit dem Begriff des „Imaginären“ hat Jacques Le Goff auf eine Reihe von Phänomenen aufmerksam gemacht, die einen anderen Zugang zur Geschichte ermöglichen: Zeugnisse übergreifender mentaler Strukturen, die, neben rationalen Erwägungen, das Handeln des Menschen beeinflussen, Wertvorstellungen und Emotionen bestimmen. Zu den Materialien des Imaginären gehören etwa Wunderberichte, religiöse Bilder oder verschiedene (semi-)literarische Texte, anhand derer sich die Konturen derartiger Strukturen einer bestimmten Zeit erkennen lassen. Der Vortrag wird mit thematischen Schwerpunkten wie „Wunder“, „Traum“ oder „Furcht und Schrecken“ einige Beispiele für das japanische Mittelalter vorstellen und sich dabei vornehmlich auf das Genre der setsuwa-Literatur stützen.

Vortragender

Jörg Quenzer ist Professor für Japanologie (Bereich: Literatur und Kulturgeschichte) am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg. Seine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Literaturgeschichte Japans mit besonderer Berücksichtigung der klassischen Zeit (kodai) und des Mittelalters (chūsei). Werke: Buddhistische Traum-Praxis im japanischen Mittelalter (11.–15. Jahrhundert): Zur Bedeutung eines Motivs in Biographien und biographischen Materialien des buddhistischen Klerus (2000); Das Fiktive und das Imaginäre in der vormodernen Literatur Japans, (hrsg. und eingeleitet von Jörg Quenzer, 2008).

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