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Barbara Seyock

Himiko und ihre Welt
Zu den protohistorischen Kulturen in Japan und Korea

Datum: 10. Apr 2008, 18:00—19:30
Ort: Institut für Ostasienwissenschaften/Japanologie
Organisation: IKGA
Kooperation: Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien

Thema

„Freundin der Wei, Königin der Wa“, so bezeichnet ein chinesisches Edikt aus dem 3. Jahrhundert die Königin Himiko, jene legendäre Gestalt aus den alten Schriftquellen, der man bis heute auch außerhalb der Fachwelt großes Interesse entgegenbringt. Himikos Welt ist das yayoizeitliche Japan in den frühen Jahrhunderten unserer Zeit, ökonomisch geprägt durch in Dorfgemeinschaften organisierten Reisanbau und Fischerei, archäologisch fassbar anhand einer Vielzahl materieller Relikte und historisch erstmalig in umfassenden Berichten dokumentiert. Die Yayoi-Kultur verbindet Einflüsse aus verschiedensten Kulturregionen, sei es aus dem chinesischen Kernland, aus der koreanischen Halbinsel oder aus dem nordasiatischen Steppenraum. Die „grenzüberschreitenden“ Zusammenhänge zwischen diesen Kulturen, insbesondere die zwischen dem japanischen Archipel und der benachbarten koreanischen Halbinsel, sollen in diesem Vortrag anhand der neuesten historischen und archäologischen Quellen dargestellt werden.

Vortragende

Dr. Barbara Seyock ist promovierte Japanologin und Koreanologin mit dem Forschungsschwerpunkt Archäologie, Frühgeschichte und historische Archäologie Japans und Koreas. Sie ist Autorin des Buches "Auf den Spuren der Ostbarbaren. Zur Archäologie protohistorischer Kulturen in Südkorea und Westjapan" (Lit Verlag, 2004) und wissenschaftliche Mitarbeiterin des interdiszplinären Forschungsprojekts "East Asian Maritime History" an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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