Candrakīrti

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Candrakīrtis Madhyamakāvatāra

Helmut Krasser, Horst Lasic, Anne MacDonald, Xuezhu Li, Hong Luo

Das bis auf ein Folio (Folio 2 fehlt) vollständige Manuskript (codex unicus) von Candrakīrtis Madhyamakāvatāra umfasst 97 Folios (Ende 98a2) und ist von einer Hand in Alt-Nepālī geschrieben. Die Qualität des Manuskriptes ist mittelmäßig, manche Stellen sind unlesbar. Geplant ist eine diplomatische und kritische Edition des Textes, die in der vom China Tibetology Publishing House und der Austrian Academy of Sciences Press publizierten Serie "Sanskrit Texts from the Tibetan Autonomous Region" erscheinen sollen. Die Edition wird in Zusammenarbeit Dr. Xuezhu Li und Dr. Hong Luo, China Tibetology Research Center, Beijing, und Dr. Anne MacDonald durchgeführt.

Edition von Candrakīrtis Prasannapadā, Kapitel 1, diplomatisch und kritisch

Anne MacDonald

Das erste Kapitel der Prasannapadā (PsP), Candrakīrtis Kommentar zu Nāgārjunas Mūlamadhyamakakārikā (MMK), wurde ursprünglich von Louis de La Vallée Poussin kritisch ediert basierend auf drei Papierhandschriften auf Sanskrit und in der Bibliotheca Buddhica Band IV in den Jahren 1903-1913 veröffentlicht. Da es de La Vallée Poussin unmöglich war, viele der unlesbaren Passagen, die er in den Manuskripten auffand, auszubessern oder einen Text ihrer gemeinsamen Lücken zu erstellen, wurde im letzten Viertel des letzten Jahrhunderts der Versuch unternommen, weitere Manuskripte des Werks auffindig zu machne, um die Lektüren des Texts zu verbessern. J.W. de Jong erhielt Zugang zur "Rome" PsP Papierhandschrift und machte Verbesserungen sowohl in der MMK als auch in der PsP, und Akira Saito sichtete die drei Sanskrit-Manuskripte der PsP, die in der Bibliothek der Universität Tokyo erhalten sind, um weitere Verbesserungen der MMK anzufertigen. MacDonalds eigene Manuskriptrecherche resultierte in der Entdeckung von neun weiteren Papierhandschriften und eines Palmblatt-Manuskripts der PsP, welche sie in das späte zwölfte bzw. frühe dreizehnte Jahrhundert zurückdatiert. Ein zweites Palmblatt-Manuskript der PsP wurde von Y. Yonezawa transkribiert, und in 2011 erhielt MacDonald Zugang zur Transkription des ersten Kapitels der PsP. Diese wertvollen Manuskriptfunde haben eine Neuedition der PsP - bislang ein für zahlreiche Forscher gefühltes Desideratum - konkret möglich gemacht.

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